Landesstelle erneut ausgezeichnet im UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE)

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Beim ersten nationalen Agendakongress BNE ehrten Bundesbildungsministerin Wanka und DUK-Präsidentin Metze-Mangold ausgezeichnete Kommunen, Lernorte und Netzwerke.

Wie kann Nachhaltigkeit fest in den Strukturen der deutschen Bildungslandschaft verankert werden? Beim ersten nationalen Agendakongress BNE am 11. Juli 2016 in Berlin verliehen die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Auszeichnungen an gute Beispiele gelebter Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

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Bundesministerin Wanka sagte anlässlich der ersten Verleihung von Auszeichnungen im UNESCO-Weltaktionsprogramm: „Bildung für nachhaltige Entwicklung muss gelebt werden, sie muss im Alltag der Bürger ankommen. Ich freue mich sehr, dass das an vielen Orten schon heute der Fall ist. Das zeigen die ersten Auszeichnungen im Weltaktionsprogramm.“ Sie hob hervor: „Erstmalig ehren wir Kommunen, Netzwerke und Lernorte, die stabile Strukturen und eine Verstetigung über BNE-Aktivitäten erreicht haben oder anstreben. Denn nur so kommen wir unserem Ziel näher, insgesamt eine nachhaltige Gesellschaft zu werden. Ich gratuliere den Ausgewählten herzlich.“

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Die Landesstelle wurde ausgezeichnet als herausragender Lernort, der mit seinem zukunftsweisenden Bildungsangebot in den Bereichen „Wassermanagement und Regenerativer Energien“ einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Ländern des globalen Südens leistet. Das Fortbildungsprogramm wurde in den letzten Jahren speziell auf diese Themenbereiche ausgerichtet, da in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern die autarke Versorgung mit Wasser und Energie – neben der Ernährungssicherung – ein wesentlicher Ansatz zur Verbesserung der örtlichen Lebensverhältnisse ist. Die Teilnehmer erweitern ihre fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten in dem modular aufgebauten Kursangebot, erlangen didaktische und methodische Kompetenzen zur Weitergabe des Erlernten als Multiplikatoren und die Fähigkeit zum Transfer der Erkenntnisse auf die ökologischen und sozialen Bedingungen in ihren Heimatländern. Die Aspekte der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, Ökonomie, Ökologie und Soziales, sind wesentlicher Bestandteil des Kursprogramms und führen zu einem besseren Verständnis für andere Kulturen unter Berücksichtigung der individuellen und kulturellen Identitäten.

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Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betonte: „Unser Handeln schafft neue Strukturen. Jeder und jede kann zur Lösung globaler Herausforderungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Wie das gelingen kann, zeigen die herausragenden 65 Bildungsinitiativen, die wir heute auszeichnen. Ob Kommune, Bauernhof, Schullandheim, Berufsschule oder Universität – sie alle verdeutlichen, wie Nachhaltigkeit auch in den Strukturen des deutschen Bildungssystems verankert werden kann. Ich wünsche mir, dass diese Beispiele viele Nachahmer finden!“

Insgesamt 65 Lernorte, Netzwerke und Kommunen überzeugten die Fachjury mit ihren Bewerbungen. Diese Vorreiter leisten einen herausragenden Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Die Ausgezeichneten stellen sich auf der Seite www.bne-portal.de vor. Sie erhalten das Logo des Weltaktionsprogramms für ihre Arbeit und profitieren von dem Austausch mit anderen Akteuren und Initiativen. Dazu bieten die Freie Universität Berlin und die Deutsche UNESCO-Kommission Beratung an.

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„Die Vielfalt der 65 Ausgezeichneten ist beeindruckend“, sagte Bundesministerin Wanka. „Es gibt Telefonzellen, die zu Orten nachhaltigen Lernens umgebaut werden, indem Auszubildende und regionale Unternehmen sie gestalten und umbauen, damit die Zellen als wandernde Bibliothek aktuelle Themen zu den Bürgerinnen und Bürgern bringen. Kleine wie große Städte beschließen, Bildung für nachhaltige Entwicklung zum Leitbild zu machen. Sie verankern dieses Leitbild in der Stadtentwicklung, im Alltag von Kindergärten und Schulen. Bürgerkonferenzen nehmen das Thema auf. Oder Initiativen, die die Energiewende lokal angehen, indem sie graue Ecken gemeinschaftlich begrünen und so zeigen, dass Klimaschutz Spaß macht.“

Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. In der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und dem UNESCO Weltaktionsprogramm (2015–2019) ist die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben.

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Bildnachweis:
© 2016 Thomas Koehler/phototek.net
© 2016 Landesstelle Berlin

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Reaktionen...

Reaktionen von Teilnehmern:
 

christoph-sChristoph: „tolles Jahr bei euch in der Landesstelle...”
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jana-s
Jana:
„Aha-Effekte sind garantiert!”
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